Sicherheitsaspekte

Man glaubt nicht, was Tieren so einfällt. Ein Pferd im Nachbarort musste verarztet werden, weil es sich beim Rumknubbeln an einem Karabinerhaken selbigen in die Lippe zog und dann natürlich in Panik geriet.

Wie also befestige ich ein hängendes Heunetz, so dass nichts passieren kann auch wenn sich jemand mal auf ganz ungeschickte Weise verfangen sollte?

Punkt 1: Der Haken zum Schließen des Netzes muss eine Schraubsicherung haben. So kann beim spielerischen Rumknabbern nichts eingeklemmt werden.

Punkt 2: Sollte sich ein Pferd – wie auch immer – im Aufhängeseil oder Netz verheddern, muss das Netz abreißen. Darauf zu vertrauen, dass der Ast des Apfelbaums das schwächste Glied ist, schien mir nicht vertrauenserweckend genug 😉

Der erste Sollbruchstellen-Versuch bestand aus einer dünnen Sisalschnur als Zwischenstück zwischen Aufhänge- und Sackseil. Verbesserungswürdig. Ich war ständig am Säcke neu anknoten. Die mittelstarke Sisalschnur hielt dann meist einige Tage, scheuerte sich aber auch zu schnell durch.

Bestimmt aber gab es Leute, die sich darüber auch schon Gedanken gemacht hatten und siehe da: Internet-Recherche ließ mich fündig werden. Die blauen Teile auf dem Foto gibt’s (unter anderem?) bei Krämer. Eins alleine ist zu schwach für einen prall gefüllten Heusack an dem Pferde zupfen, aber mit zweien funktioniert die Sache ideal.

Zum schnellen Auf- und Abhängen habe ich an den Sackleinen Panikhaken befestigt, wie sie für Führstricken verwendet werden.

Dazu sollte vielleicht noch angemerkt werden: Die Haken nennen sich nicht deshalb Panikhaken, weil sie unter starkem Zug selbständig aufgehen (was doch einige Leute meinen), sondern weil sie sich unter starkem Zug trotzdem per Ruck am unteren Metallteil öffnen lassen!