Paddockgestaltung

Quadratisch, praktisch, gut muss nicht immer am besten sein…

Der Paddock sollte möglichst abwechslungsreich sein, damit die ganze Fläche auch von den Tieren auch genutzt wird und Bewegungsanreize geschaffen werden. Möglichkeiten gibt es viele, wenn ausreichend Platz zur Verfügung steht:

Mehrere Futterplätze, unterschiedliche Bodenbeschaffenheit, Liegeplätze, Schlammbereiche, Sandstellen, Aussichtspunkte, „Hindernisse“, Schattenplätze…

Im Mittelbereich unseres Paddocks zum Beispiel soll eine Trauerweide – Salix alba tristis – den Pferde Schutz und Schatten spenden. Passt der Standort einigermaßen ist das ein schnellwüchsiger Baum. Leider schmeckt er auch lecker.  Daher wurde nach der Pflanzung mit Pfosten und Querbrettern eine Umzäunung gebaut. Seither nur Isländer gewohnt, unterschätzt man ganz gerne mal den langen Hals eines Criollo-Stütchens ;-).
Und wie erklärt man den Pferden, dass man das juckende Restwinterfell doch bitte viel besser an einem der alten Apfelbäume oder der Stallwand abschubbert könnte?

Also gut: Nun ist auch Strom auf dem Innenzaun. Erdleitung verlegt, Bänder gezogen, fertig. Salix alba wird’s mir danken.

Den Holunder lassen sie in Frieden, der schmeckt nicht. Gut so – sind noch mehr geplant. Scheinbar meiden Mücken Holunderbüsche. Wenn sich dies bestätigt, können gar nicht genug davon im Paddock stehen.